Dienstag, 27. Juli 2010

Kahle Stellen im Fell (bei Katzen)



Kahle Stellen im Fell von Katzen können nicht nur Folgen eines seelischen Traumas (Katze putzt / leckt sich kahle Stellen im Fell) sein, sondern auch zahlreiche körperliche Ursachen haben. In vielen Fällen sehen die Symptome so ähnlich aus, dass es auch Tierärzten schwer fällt, die korrekte Diagnose zu treffen.

Um dir dabei zu helfen, die Diagnose etwas einzuschränken, versuchen wir nun, dir anhand der folgenden Liste zu erklären, welche Urachen es für die kahlen Stellen im Fell deiner Katze und wie du ihr dabei hilfst, zur alten Gesundheit zurückzukommen.

Flöhe

Katzenflöhe hinterlassen nicht nur Kot, Floheier und alte Hülsen ihres Körpers im Fell zurück, sondern auch Bisse, die du daran erkennen kannst, dass sie in der Mitte dunkelrot sind und von einem rosafarbenenRing umgeben sind. Flohbisse liegen oft in einer Reihe nebeneinander, weil Flöhe sich beim Beißen leicht irritieren lassen und sich schnell einen (nah gelegenen) besseren Platz suchen.

Das Fell deiner Katze wird bei Flohbefall deshalb leiden, weil sie sich durch die juckenden Flohbisse beißt und kratzt, was mitunter zu unregelmäßigen kahlen Stellen führt.

Was hilft: Gegen Flohbefall helfen zahlreiche Pestizide, die du dir beim Tierarzt kaufen kannst. Mit einem bloßen Flohhalsband ist es jedoch nicht getan, weil dieses Flöhe in erster Linie davon abhalten soll, deine Katze als Wirt zu benutzen.
Tägliches auskämmen des Felles mit einem feinen Flohkamm ist ebenfall empfehlenswert, sowie das Waschen (auf mindestens 60°) von allen Decken, Kissen etc.

Milben

Milbenbefall lässt sich im Wesentlichen in zwei Arten unterscheiden: den Raubmilbenbefall, der sich über den ganzen Köper erstrecken kann und den Ohrmilbenbefall, der sich vor allem auf das Innenohr deiner Katze beschränkt.
In beiden Fällen erleidet deine Katze außergewöhnliche Juckreize, denen sie durch starkes Lecken, putzen und Schütteln versucht, zu entkommen.

Milben verursachen starke Schuppenbildung im Fell deiner Katze. Auch die Raubmilben selber sind weiß und den Schuppen nicht unähnlich. Besonders dort, wo sich die Katze ausgiebig gegen die Milben kratzt, können Exzeme, Haarausfall und Entzündungen entstehen.

Was hilft: Was man bei Flöhen unter Umständen noch selber schaffen kann, ist bei Milben unmöglich. Hier musst du auf jeden Fall einen Tierarzt konsultieren, der dir ein verträgliches Mittel gegen die Milben und die Entzündungen im Fell deiner Katze gibt.

Nach der Tierarztbehandlung kannst du selbstständig die Genesung deiner Katze verschnellern, indem du stark geschädigte Stellen im Fell mit Calendula-Essenz behandelst (Link: http://www.weleda.de/arzneimittel/RatgeberGesundheit/VerletzungenVerbrennungen/OffeneWunden/CalendulaEssenz.html). Auch bei Milbenbefall ist es unumgänglich, dass du alle Teppiche, Decken, Kissen etc. sorgfältigst reinigst, damit es nicht zu einem Rückfall kommt!


Hautpilze

Die wohl schwerwiegendste und unangenehmste Ursache für kahle Stellen im Pelz deiner Katze ist der Befall durch einen Hautpilz. Von dieser Krankheit sind in den meisten Fällen Zuchttiere und junge Katzen betroffen, weil sich unter ihnen der Pilz sehr einfach verteilt und die meisten säugenden Mütter sowie ihr Wurf ein geschwächtes Immunsystem haben.

Pilze verurachen, im Gegensatz zu Milben, Flöhen und seelischen Problemen (Link), eine Veränderung in der Haut der Katzen, welche zu Haarbruch und stumpfen, struppigen Fell führen kann.

Fällt das Haar stellenweise aus, findet man auf der Haut oft rote Ringe (Ringflechte). Oft jedoch findet man auch keine Ringe!

Was hilft: Hier hilft nur "Ab zum Tierarzt!", denn Pilzbefall bleibt nicht nur an der Oberfläche (der Haut) der Katze, sondern kann auch ins innere an ihre Organe vordringen. Bei Pilzbefall kann man sich auf eine midestens 5-wöchige Behandlung einstellen, während der man seiner Katze viel Ruhe gönnen sollte!

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